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BR 92 der Fa. Klein-Modellbahn

 

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Rettung der BR 92 der Fa. Klein-Modellbahn Wien

Die Firma Klein-Modellbahn (KMB) aus Wien ist dadurch bekannt, dass sie über Jahrzehnte, trotz eingehender Reklamationen, für wichtige Bauteile permanent Legierungen verwendete, die von der (sogenannten) Zinkpest befallen werden. Die durchschnittliche Lebensdauer aller meiner KBM lag nur bei ca. 8 Jahren. Jetzt habe ich eine Sammlung verbogener Schrottloks. Wenn jemand, trotz Informationen über Mängel der benutzten Materialien, weiterhin diese Materialien in seinen Produkten verwendet, dann ist das zumindest die bewußte Ausnutzung der gesetzlichen Bedingungen über die Gewährleistungszeit (zum eigenen Vorteil?).

Da bei der Modellbahn eine wesentlich längere Lebensdauer üblich ist, fühlen sich viele geschädigte Modellbahner, einschließlich meiner Person, durch Magister Klein betrogen.

Nach eigenen Reklamationen, Telefonaten u. Mailverkehr zwischen der damals bereits insolventen Fa. u. später direkt mit Magister Klein, kann ich davon ausgehen, dass eine seriöse Zusammenarbeit unmöglich ist. Alle angekündigten Projekte aus dieser Umgebung konnten mich bisher nicht überzeugen.

Nun als Rentner habe ich mich mal selbst damit beschäftigt. Die BR 92 ist für Modellbahner mit einer Thematik in Deutschland evtl. interessant. Bei den anderen Modelle, erscheint mir der Aufwand nicht lohnenswert.

Hersteller:

Vertrieb:

Befund:

Der originale Rahmen u. der nach der Reklamation (!) gegen Bezahlung gelieferte Ersatzrahmen sind von der Zinkpest befallen.

Die Konstruktion ist nur für eine einfache Montage konzipiert. Selbst mit speziellen Hilfsmitteln ist das Abziehen der Radscheiben u. Demontieren der Kuppelstangen ein Risiko. Von einer guten Konstruktion erwartet der Modellbahner auch die Berücksichtigung der Wartungs- u. Reparaturarbeiten.

Man kann also davon ausgehen, dass wir es hier, unter der Berücksichtigung der Materialauswahl, mit einem Wegwerfprodukt mit kurzer Lebensdauer zu tun haben.

Konstruktion, Programmierung für eine Automatenfertigung. Material: Messing.

Die komplette Radsatzgruppe mit Kuppelstangen soll einsetzbar sein. Alle originalen Bauteile sollen zurüstbar sein.

Die Fertigung könnte in einem mittelständischen sächsischen Unternehmen, mit einer traditionellen feinmechanischen Fertigung seit 240 Jahren, erfolgen.

21.11.2016 Probefertigung

März 2017

Zerstörungsfreies Retten der kompletten Radsatzgruppe u. Stronschleifer aus dem original Rahmen: OK

Der "Zinkpestrahmen" muß so zerbrochen werden, dass die komplette Radsatzgruppe mit den Kuppelstangen, ohne beschädigt zu werden, entfernt werden kann. Da die Gegenkurbel demontierbar ist, kann man den Rahmen erst mal im Bereich der Achse mit dem Antriebsritzel zerbrechen.

Den Rahmen kann man dazu in einem Feinmechaniker Schraubstock bzw. kleinem Schraubstock einspannen u. z.B. mit einer Wasserpumpenzange u. Gefühl (!) zerbrechen u. dann zerstückeln bis alle Achsen frei liegen.

Nur so konnte die Radsatzgruppe ohne abziehen der Radscheiben "gerettet" werden.

Stimmen die Achsabstände im Messingrahmen? Vom geschädigten Rahmen kann man die Maße nicht exakt abnehmen.

Rollversuche mit montierter Radsatzgruppe u. Kuppelstangen im Radius R = 356,5 mm u. auf einer Rampe: OK

Juni 2017:

Einbau der original Radschleifer.

Montage des Antriebs.

Fahrversuche mit Fahrgestell.

Die Bohrungen für die Stromschleifer wurden mit einem Bohrer der genau dem Durchmesser der Schleifer entsprach nachgearbeitet (Übergangspassung).

Kleine Nacharbeiten (mit Schlüsselfeile) an der Bodenplatte u. Leiterplatte.

Das Gewinde für die Lange Schraube von M 1,6 auf M2 geändert. Ich hatte keine lange M1,6 Schraube gefunden, evtl. war das Original-Gewinde auch M2?

Erste Fahrversuch, ohne Passstücke für die Lager u. ohne Zuglast OK.

Geplant:

Passstücke für Achlager unten,

Montage der kompletten Lok,

Fahrversuche

Kosten nur für den Rahmen:

Viel zu teuer für Otto Normal Modellbahner. Grob geschätzt sind bei Stückzahlen von ~100 Stück Kosten über 200 zu erwarten.

Eine Serienfertigung ist zwar, nach Abschluß der geplanten Arbeiten auf Zuruf möglich, würde aber meine wirtschaftlichen u. zeitlichen Aufwendungen kaum gewinnbringend ausgleichen.

Bei 500...1000 Stück würde man bei "normalen" Kosten liegen.

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